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ÄGYPTOLOGIE
 
 
Empfinden Sie bei dem Wort ÄGYPTEN
so ein leichtes Seelenkribbeln?
Interessiert es Sie, was Fachleute zu
Pyramiden, Hieroglyphen, Mumien,
oder eher zum Alltagsleben unter den Pharaonen,
zu sagen haben?
Oder wie der Arbeitsalltag
eines Ägyptologen aussieht?
 
 
 
Ägypten fasziniert auf eine Weise, die man nicht erklären kann. Es gibt nur solche Menschen, die dies spüren, ohne dass man es ihnen erklären müsste, und solche, denen die Gene dafür fehlen.
 
Ich wollte Ägyptologe werden, seit ich 15 war. Ohne Begründung. „Die ägyptische Kultur muss erforscht werden, weil es sie gegeben hat“ (Dietrich Wildung). Mir genügt das.
 
Anderen mag der Gedanke helfen, dass die pharaonische Kultur über drei Jahrtausende Jahre lang den Menschen so viel gegeben haben muss, dass sie sie weitgehend unverändert getragen haben! Vergleichen Sie damit mal, was sich in Europa alles verändert hat, mit immer kürzer werdenden Halbwertszeiten.
 
Ich habe Ägyptologie 1984-1993 studiert und mit einer Doktorarbeit über die Veränderung der ägyptischen Kursivschrift (man nennt sie „Hieratisch“) über eine bestimmte Zeitspanne hin, promoviert. Nach Lehraufträgen an den Universitäten von Jerusalem und München erhielt ich 1999-2005 eine Projektstelle am Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Wir publizierten hieratische Texte, sogenannte „Ostraka“, aus einem Dorf, in dem die Arbeiter der Königsgräber im Tal der Könige, mit ihren Familien zusammen lebten, und zwar im Internet. Das Projekt heißt Deir el Medine online. Mehr dazu: www.dem-online.de. 2006-2007 arbeitete ich als Forschungsstipendiat der DFG an meiner Habilitation über "Ägyptische Schreibtradition in der althebräischen Epigrafik". 2008 habe ich mich an der Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU habilitiert. 2008-2010 war ich Assistent am Institut für Ägyptologie der LMU, wo ich weiterhin als Privatdozent unterrichte, und natürlich habe ich in Ägypten (aber auch in anderen Ländern der Region) auch mit ausgegraben: In Minschat Abu Omar im Nildelta, und in Dra’ Abul Naga in Theben-West bei Luxor.
 
 
Gerne begleite ich Sie ganz individuell auf Ihre Wünsche abgestimmt nach Ägypten!
Möchten Sie einen Vortrag zu einem bestimmten Thema?
Oder vielleicht Hieroglyphen lernen?
Fragen Sie an!
 
 
Angebote ÄGYPTOLOGIE aktuell:
 
"Der in der Wüste tanzt" - Ägyptische Alltagstexte im Internet
Pyramiden und Pharaonen sind Begriffe, die unser Bild vom Alten Ägypten bestimmen. Selten wird jedoch der Blick auf die einfachen Menschen des Niltals gerichtet. Dabei haben auch die Künstler und Handwerker, die die Königsgräber mit ihrer Hände Arbeit schufen, reichlich Texte hinterlassen, die uns Einblicke in ihr tägliches Leben gewähren. Speziell solche Quellen werden im Rahmen eines Projekts an der Universität München erschlossen und nach neuesten wissenschaftlichen Standards über Internet publiziert. Die Präsentation stellt das Projekt und damit den Arbeitsalltag von Ägyptologen vor und erzählt von den kleinen Freuden und Sorgen in einem Dorf am Nil vor über 3000 Jahren.
 
Wir schreiben Ägyptisch!
Wie Hieroglyphen funktionieren, und was aus ihnen geworden ist
Wenn wir es mit etwas ganz Unleserlichem zu tun bekommen, sagen wir gern "Das sind Hieroglyphen für mich". Dabei ist die Schrift der alten Ägypter gar nicht so schwer zu verstehen. Hinter dem Vorhang des Geheimnisvollen lässt sich mit ihr sogar spielen. Und nicht nur das: Die Hieroglyphen sind eigentlich nicht ausgestorben. Sie leben fort und sind verbreiteter als je zuvor. Aus ihnen ist nämlich – über einige Umwege – unser modernes Alfabet entstanden, in dem auch diese Zeilen gedruckt sind.
Wir werden zusammen einfache Begriffe lesen und schreiben, und verstehen lernen, wie aus einer Kuh ein A und aus einem jubelnden Menschen ein E werden konnte.

 

Ma'at: Das Prinzip, wie die Welt gemeint ist
Ihre Vorstellung von einer idealen Welt personifizierten die alten Ägypter in Gestalt einer schönen Göttin mit Feder: Ma'at. Dahinter steht das Bemühen, die Welt in dem Sinn zu gestalten, wie sie vom Schöpfer gemeint ist. Das Prinzip Ma'at hat am Nil über drei Jahrtausende Hochkultur hervorgebracht - und kann sich auch hier und heute als überraschend attraktiv erweisen.

 

"Tretet ein, auch hier sind Götter!"
Im Ägyptischen Museum wollen wir den Wurzeln unserer eigenen Religionsgeschichte auf die Spur kommen. Ganz unvermutet werden wir in pharaonischen Bildern der Jungfrau Maria begegnen. Was hat Amun mit dem Heiligen Geist, und Ramses mit Moses zu tun? Und wie konnten ägyptische Priester die Dreifaltigkeit definieren, tausend Jahre vor Christus?
Führung im
Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

 
Ägypten an der Isar - Pyramiden in München
Die Grabmäler in der Wüste Ägyptens lösen bei vielen Menschen Neugier und Fernweh aus. Dabei gäbe es auch in München einiges zu entdecken, was das Ägyptomanenherz höher schlägen lässt. Obelisken, Skulpturen, Einflüsse in der Architektur - manchmal scheint Ägypten ganz nah. Herzlich willkommen zu einem bilderreichen Abend, an dem wir die Isar in den Nil münden lassen.
 
 
Reisevorschläge:
 
Zu den Quellen: BIBLISCHES ÄGYPTEN
Das Niltal bietet jenseits von Pyramiden und Tutenchamun Eindrücke, die zu den Wurzeln unserer Kultur führen, die Geist und Seele ansprechen. Wir besuchen auch Stätten, die in den meisten Standardprogrammen nicht vorkommen, von der Bibliothek von Alexandria bis zum Jahwe-Tempel von Elefantine, und behalten dabei besonders die Bezüge zwischen pharaonischer Religion, Judentum, Christentum und Islam im Blickfeld.
 

Auf den Spuren des Exodus: Von ÄGYPTEN ins HEILIGE LAND

Von den Pyramiden von Kairo beginnend fahren wir durch das Nildelta, zu den Stätten des Exodus, über den Suezkanal durch die Wüste und zum Berg Sinai und weiter nach Israel/Palästina. Auf Wunsch kann Jordanien mit einbezogen werden.
 
SINAI - wo die Wüste den Himmel berührt
Die Kraft und Schönheit der Wüste erschließt sich am besten, wenn man sie erwandert. In den Bergen des Südsinai verbringen wir einige Tage unter freiem Himmel, begleitet von Kamelen. Wir besuchen die Tempelruinen der pharaonischen Türkis- und Liebesgöttin Hathor, das Katharinenkloster und den Moseberg und genießen zum Abschluss die Strände und Korallenwelt des Roten Meeres.
 
 
Publikationen ÄGYPTOLOGIE:
 
zahlreiche wissenschaftliche Fachbeiträge, siehe Bibliografie.
Allgemeinverständlich sind z.B.:
 
Isar-Pyramiden und andere ägyptische Reminiszenzen in München,
in: M. Ullmann (Hg.), Und eines Tages erbauten sie die Pyramiden - aber wie? Eine kleine Hommage an Frank Müller Römer, München 2011, 48-57
 
Die Schrift aus der Wüste. Eine neu entdeckte Inschrift aus Timna/Israel,
Blätter Abrahams
8, 2009, 89-104
 
Vom Nil zum Bosporus. Ägyptisches in Istanbul,
Blätter Abrahams
4, 2005, S. 53-68
 

“Amenophis IV.”, “Danelsage“, “Kadeschschlacht”, “Wenamun”,

in: Gero von Wilpert (Hg.), Lexikon der Weltliteratur, Kröner Vlg. Stuttgart 2004

 

Grenzgänger. Stele Ramses’ II. in Jordanien entdeckt,
Archäologische Nachrichten und Meldungen aus der internationalen Presse,
 Antike Welt 33, 2002/4, 454-455

 

Jordanien: et-Turra. Neue Stele Ramses’ II. durch Zufall gefunden,
 Archäologische Meldungen, Welt und Umwelt der Bibel 3/2002, 64

 

Die Hieroglyphen - Schrift und Schrifttum
in: Regine Schulz und Matthias Seidl (Hgg.), 
Ägypten. Die Welt der Pharaonen, Könemann Vlg. Köln 1997, S. 342-355
Neuauflage: h.f.ullmann/Tandem Vlg. Köln 2010

 
Die Ägypten-Box, 
ars-edition 1997
(wiss. Beratung)
 
 
Ich bin Mitglied folgender Organisationen:
 
International Association of Egyptologists/
Internationaler Ägyptologenverband
 
Collegium Aegyptium e.V.
 
Freundeskreis des Ägyptischen Museums München e.V.
 
Ma'at e.V.
 


Stand: 6.1.12